ETES-Weblog

Der Frühling ist bei uns eingezogen

Gepostet am von Sandra Schwarzer in „ETES-News“ Kommentare 0

Bildcollagen in den Büroräumen von ETES von Sinem Ertuerk

Seit kurzem ist der Frühling in den Büroräumen der ETES GmbH in Form von Bildern eingezogen.

Nach den trüben, grauen Wintermonaten haben wir uns entschieden, dass wir jetzt bereit wären für den Frühling, um es salopp zu sagen. Seit Anfang Februar schmücken die Bilder der Künstlerin Sinem Ertürk unsere Räumlichkeiten. Die staatlich anerkannte Modedesignerin und Informatikerin hat sich, wie sie selber sagt, aus einer Not heraus mit ihrem Unternehmen green bee design 2009 selbstständig gemacht. Die zu dieser Zeit alleinerziehende Mutter eines dreijährigen Sohnes sah in der Selbstständigkeit die einzige Möglichkeit Familie und ihren beruflichen Enthusiasmus in Einklang zu bringen.

Neben ihrer Haupttätigkeit als Grafik- und Webdesignerin, geht sie Ihrer Leidenschaft der Fotografie nach und erstellt daraus Collagen. Die erste Collage entstand in ihrer Zeit an der Modeschule. Die aus ihrer Umgebung inspirierten Bildcollagen zeigen meist Ausschnitte oder Details aus der Natur. Durch die farblichen Akzente verleiht die Künstlerin ihren Bildern einen unverwechselbaren individuellen Charakter. Ihre persönliche Note unterstreicht nochmals die Farbvielfalt der Natur. Ein Frühlingserwachen, welches den Kolleginnen und Kollegen ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.


5 Fragen an die Künstlerin

 

  • Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?
    Ich beobachte gerne, zudem bin ich sehr offen und neugierig. Andere Designs betrachte ich selten um mich inspirieren zu lassen. Meine Inspiration finde ich in meinen Erfahrungen, meiner Wahrnehmung, meiner Umwelt und dem Austausch sowie den Begegnungen mit anderen aber auch in der Schönheit der Natur. Also aus den ganz alltäglichen Dingen.

  • Wofür steht green bee design? Wie entstand der Name für Ihre Firma?
    Erstaunlicherweise hatte ich sofort diese Idee als ich nach einem Namen für mein Unternehmen gesucht habe. Es gab auch keine weiteren Namen zur Auswahl. Ich habe dann nur überlegt, ob der Name zu mir passt und wie ich zu ihm stehe. Grün ist seit ca. 20 Jahren meine Lieblingsfarbe. Ich bekomme einfach nicht genug davon. Die Biene hat viele Eigenschaften, die auch für meine Arbeit stehen. Sie ist sehr fleißig und vor allem arbeiten Bienen sehr gut zusammen. Mich hat immer die Art der Kommunikation und die dadurch gute Zusammenarbeit der Bienen beeindruckt. Zudem mögen sie Blumen (so wie ich) und sie nutzen den Tanz, zum Beispiel ihren Schwänzeltanz, um zu kommunizieren - ich tanze auch leidenschaftlich gerne.

  • Handwerkliche Arbeit und Programmieren erscheinen als zwei völlig unterschiedliche Dinge. Wie passen die für Sie zusammen?
    Es sind auch zwei unterschiedliche Dinge. Ich mache aber beides sehr gerne. Besonders die Abwechslung zwischen Design und Programmierung ist das spannende an meiner Arbeit für mich. Die technischen/logischen Aufgaben fordern mich etwas mehr. Trotzdem freue ich mich, wenn ich viele Designtätigkeiten hatte auch sehr über logische Aufgaben und andersherum.

  • Wie würden Sie Ihre Arbeitsweise beschreiben?
    Bei meiner Arbeit als Grafikdesignerin gehe ich etwas anders vor als bei meinen Fotocollagen. Wenn ich mit meinen Kunden arbeite, gehe ich sehr strukturiert vor. Ich betrachte die Thematik von mehreren Seiten, denke mich sehr genau in die Anforderungen rein und entwickle dann z.B. ein Unternehmensbild, das zu meinem Kunden passt und seine Arbeit widerspiegelt. Meine Collagen entstehen ganz frei und ungeplant. Ich nehme mir kein Thema vor, dass ich bearbeiten möchte und mache mir keine Farbvorgaben. Ich lasse mich einfach von den Farben und Formen treiben, die bei der Arbeit an einer Collage entstehen. Ich probiere aus, nehme mir unterschiedliche Fotografien herbei und gehe sehr spielerisch vor. Das Gemeinsame aus beiden Bereichen ist, dass aus der Vielfalt am Ende eine Einheit entsteht.

  • Sie haben sich, wie Sie selber sagen, aus einer Not heraus selbständig gemacht. Welchen Tipp haben Sie für andere, die sich gerne selbständig machen wollen?
    Ja, ich hatte wahrscheinlich den Vorteil, dass ich in der Zeit meiner Gründung „nichts zu verlieren hatte“ und auch, dass ich mit der Selbstständigkeit meiner Eltern groß geworden bin. Wie auch immer die Voraussetzungen sein mögen, glaube ich fest daran, dass dort wo Energie reingesteckt wird, auch etwas herauskommt. Man muss sich schon bewusst sein, dass die Selbstständigkeit viel Energie und Durchhaltevermögen fordert, vor allem zu Anfang. Jedoch sind die Freude, die Abwechslung und die Freiheit aber auch alle Mühen es wert. Ich vergleiche das sehr oft mit einem Baby, das man großzieht. Zu Beginn muss man viel mehr Zeit investieren als später, wenn das Kind dann immer selbstständiger wird. Erst mit den Jahren entdeckt man, welche Eigenschaften, Werte und Fähigkeiten sowohl in einem als auch in dem eigenen Unternehmen steckt. Man wächst mit seinen Aufgaben. Besonders an Kindern sieht man, dass alles in einem stetigen Wandel steht und sich entwickelt und das ist auch gut so.Die Selbstständigkeit ist eine sehr gute Gelegenheit sich stetig weiterzuentwickeln und zu reflektieren.

Tags dieses Beitrages: Bildcollagen, ETES, green bee design, Kunst, Sinem Ertürk
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