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Contao Camp 2018 - wir waren dabei!

Gepostet am von Philipp Lorenz in „ETES-News“ Kommentare 0

Permanenter Strategiewechsel von Cloudanbietern durch Cloud Act

Auch in diesem Jahr fand wieder das Contao Camp statt. Die Sitzungen wurden dieses Mal am 03. und 04. November im "Basislager Coworking Space" in Leipzig abgehalten und sorgten für reichlich Input. Jeder konnte Themen für die einzelnen Sitzungen vorschlagen - und so kamen unter Anderem folgende Themen zusammen (Auswahl):

 

Vorstellung der Übersetzungs-Erweiterung Contao2Xliff

Um größere Projekte einfacher übersetzen zu können, ohne Seiten von Hand duplizieren zu müssen, wurde ein neues Bundle Contao2Xliff geschrieben. Dieses dupliziert mit einem Klick die gesamte oder Teile der Seitenstruktur und exportiert die Inhalte als Xliff-Datei, wodurch es externen Übersetzern leichter gemacht wird, die Übersetzungen zu erstellen. Anschließend kann die mit Übersetzungen gefüllte Xliff-Datei wieder importiert werden, wodurch die Inhalte automatisch eingepflegt werden. Die Erweiterung funktioniert auch mit anderen Modulen. Geplant sind darüber hinaus noch Unterstützung des Online-Shop-Systems Isotope, sowie das automatische Anpassen von Links beim Importieren neuer Sprachen, so dass diese automatisch auf die Seite mit der richtigen Sprache verweisen.

Contao2Xliff ist noch nicht erschienen, wird aber bald kommerziell erhältlich sein.

 

Entfernen der Systemeinstellungen aus dem Backend

Schon länger plant das Entwickler-Team, den Menüpunkt "Systemeinstellungen" aus dem Backend zu entfernen und die enthaltenen Einstellungen entsprechend umzuverteilen. So sollen grundlegende Systemeinstellungen in den Contao Manager verschoben werden, seitenspezifische Einstellungen in die Seitenstruktur und benutzerspezifische Einstellungen in die Benutzer- oder Gruppeneinstellungen. Obsolete Einstellungen sollen dabei komplett aus dem System genommen werden, wie etwa die Einstellungen unter dem Punkt "Datenschutz", die seit Einführung der DSGVO immer eingeschaltet sein müssen.

 

Ablösung von DC-Table

Das Herzstück der Data Container Arrays (DCA), DC-Table, ist seit vielen Jahren in Verwendung und punktet zwar in Verlässlichkeit, erschwert aber die Wartung des Quellcodes und die Fehlersuche beim Erstellen neuer DCA-Einträge. Während man in Zukunft vermutlich Symfony Forms verwenden möchte, wäre der Aufwand eines Umstiegs auf ein anderes Framework in Contao 4 zu groß, sowohl für Entwickler als auch die Benutzer. Der Einsatz eines komplett neuen Frameworks wird daher frühestens mit Contao 5 kommen. Es wurde ebenfalls darüber gesprochen, ob bis dahin DC-General als Alternative eingesetzt werden soll, da dieses die DCAs beibehalten würde. Da dies jedoch einen höheren Aufwand darstellt und keinen richtigen Mehrwert bringt, wird DC-General vermutlich nicht zum Einsatz kommen.

 

MetaModels für Contao 4.4

Auch das Team von MetaModels war vertreten und verkündete die, noch für dieses Jahr geplante, Veröffentlichung von MetaModels 2.1 für Contao 4.4. Die Portierung ist abgeschlossen und Benutzer der vorherigen Version auf Contao 3.5 können die beliebte Erweiterung ohne Umgewöhnung in der neuen Version verwenden. Neu dabei ist die Unterstützung für das Online-Shop-System Isotope, wodurch Items an Isotope z.B. für einen Kauf- oder Bezahlvorgang übergeben werden können.

 

REST-API für Contao

Ein ebenfalls lange gewünschtes Feature ist eine RESTful API für Contao. Hierfür gibt es bereits Bundles, welche zwar nicht alle Funktionen abdecken, aber dennoch einen Schritt in die richtige Richtung machen:

- contao-content-api-bundle (https://github.com/DieSchittigs/contao-content-api-bundle) - bietet eine vollständige API zum Abrufen von Content-Inhalten

- contao-api-bundle (https://github.com/heimrichhannot/contao-api-bundle) - eine generische API mit Zugriffsbeschränkungen, um Zugriff für 3rd-Party-Anwendungen bereitzustellen

 

Vor allem letzteres Bundle machte einen sehr guten Eindruck, weshalb nun geprüft wird, ob es in den Kern von Contao übernommen wird und welche sinnvollen Erweiterungen dazu implementiert werden sollen.

Am Ende des ersten Tages wurde außerdem ein Hackathon abgehalten. Dabei handelte es sich auf keinen Fall um eine reine Entwickler-Veranstaltung - jeder Beitrag war willkommen. Als Ergebnis des Abends wurden unter Anderem folgende Erfolge verbucht:

- Neuer Fehlerbericht-Workflow über GitHub-Issues

- Vervollständigung der Dokumentation

- Herunterladbare Isotope-Demo auf Contao 4.4 aktualisiert

- Anfängliche Implementierung von Foreign Key Constraints

- Verschiedene Fehlerbehebungen am Contao Core

Da ETES als offizieller Contao-Partner stets an der Weiterentwicklung mitarbeitet, haben auch wir uns an diesem Hackathon beteiligt und uns dazu entschlossen, an den lange ersehnten Foreign Key Constraints zu arbeiten, um zukünftig konsistente Zustände in der Datenbank gewährleisten zu können. Auch wenn diese Änderung noch nicht vollständig ist, haben wir damit bereits einen großen Meilenstein für die zukünftigen Contao-Versionen erreicht und gestalten so die Roadmap aktiv mit.

Wir freuen uns, dabei gewesen zu sein und bedanken uns bei allen Beteiligten für ihre kreativen Ideen und hilfreichen Beiträge, welche dieses Open-Source-Projekt zu dem machen, was es ist!

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