ownCloud® Infinite Scale (oCIS) – The Next Generation

Cloud Services von Christian Gleich

Dass ownCloud® an einem neuen Produkt (oCIS) als Nachfolger zum bestehenden ownCloud® X arbeitet, ist bekannt.

Das rund um den Jahreswechsel 2022 auf 2023 freigegebene Produkt, ist inzwischen in der Version 3.0 verfügbar. Gerne möchten wir heute einen kurzen Blick auf die Neuerungen werfen. Gemäß Roadmap wurde oCIS 1.x als „Technology preview“ veröffentlicht und ab oCIS 2.x handelt es sich um „General available Releases“. Ab Version 2 empfiehlt der Hersteller den Einsatz in produktiven Umgebungen.

Warum oCIS und nicht ownCloud® 11?

Mit oCIS betritt das Open Source Produkt Neuland. ownCloud® hat sich von der Sprache PHP und der Nutzung auf einem Apache oder Nginx Webserver verabschiedet. OCIS ist in der Sprache GO geschrieben. Aufgeteilt ist die Architektur in Microservices, die einen Cloudeinsatz und die damit verbundene einfache Skalierung möglich machen.

Der neue Name macht so für jeden deutlich, dass hier alte Zöpfe abgeschnitten wurden.

Skalierung

Die neue Technologie ist „Cloud-native“ und bietet damit eine einfache Skalierbarkeit. ownCloud® selbst beschreibt den daraus resultierenden Dienst als „Data Management as a Service (DmaaS)“. OCIS bietet über APIs Zugriff über alle Daten-Speicher hinweg.

Das Design der Plattform ist so gestaltet worden, dass ein einheitlicher Zugriff über alle möglichen Datenquellen ermöglicht wird. Damit ist ein Investitionsschutz für bestehende Speicherlösungen gegeben.

Die Bereitstellung der oCIS Plattform wird über Container bevorzugt, eine Single-Server-Instanz ist aber ebenfalls möglich.

Features

Mit oCIS 3.0 wurden eine Reihe an neuen Funktionalitäten hinzugefügt. Diese sind unter anderem aus der Enterprise Version von ownCloud® X bekannt. Hier eine Auflistung:

  • Antivirus
    Das Antivirenprogramm sorgt für einen sicheren Dateiaustausch, indem es vor Trojanern, Viren und anderer schädlicher Software schützt. Es scannt Dateien vor dem Speichern mit einem externen Virenscanner und verhindert so die Verbreitung infizierter Daten. Die Integration von Antiviren-Scannern über ICAP (Internet Content Adaptation Protocol) ermöglicht es, das Scannen an einen dedizierten Dienst auszulagern.
  • File Firewall
    Die Datei-Firewall bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene auf Dateiebene. Mit definierbaren Regeln und Kriterien kann der Administrator Datei-Uploads einschränken, z.B. auf Basis von Dateierweiterungen, MIME-Typen oder Inhalten. Diese granulare Kontrolle hilft, unerwünschte oder nicht autorisierte Uploads zu verhindern.
  • Volltextsuche
    Das Auffinden der benötigten Informationen wird durch die Volltextsuche im Suchdienst von Infinite Scale 3.0 einfacher und effizienter. Benutzer können nun Dateien anhand ihres Inhalts und nicht nur anhand ihres Titels oder ihrer Metadaten suchen. Das manuelle Durchsuchen unzähliger Dateien und Ordner auf der Suche nach relevanten Tabellenkalkulationen, Präsentationen und anderen Dokumenten gehört damit der Vergangenheit an.

In den letzten Veröffentlichungen gab es folgende nennenswerte Features, die ein produktives Arbeiten ermöglichen

  • Spaces
    Spaces sind Gruppenarbeitsbereiche. Hier können Benutzer und Gruppen einfach hinzugefügt werden, die dann automatisch die vorher gesetzten Rechte auf alle Ordner und Dateien im Space haben. Ein Space kann mit Bild und Beschreibungstext für alle zugehörigen Teilnehmer mit weiteren Detailsinfos ausgestattet werden.
    Um nicht jedem Benutzer volle Administrationsrechte auf das ganze System geben zu müssen, wurde eine Rolle „Space Manager“ eingeführt, der im Space administrativ tätig sein kann.
  • User Light
    In der ownCloud® X gibt es die Möglichkeit Gast-Benutzer anzulegen. An diese Stelle tritt der User Light, gedacht hauptsächlich für Externe, mit denen häufig Daten ausgetauscht werden müssen. Der User Light hat keinen eigenen Speicherbereich, kann also auf alles zugreifen, was mit ihm geteilt wurde. Als großen Vorteil gegenüber einem „Einmal-Link“, kann der User Light sich eine E-Mailbenachrichtigung einstellen, um über neue Informationen automatisiert informiert zu werden.
  • Eigenes Logo
    In der aktuellen ownCloud® ist es erforderlich, einen Branding-Dienst zu beauftragen, um die Datei-Cloud an das eigene Layout anzupassen. In oCIS kann zumindest das Logo ausgetauscht werden, sollte die dunkelblaue Farbe passen, sind keine weiteren Anpassungen notwendig.
  • Moderne WebApp
    Die Weboberfläche ist an die aktuelle Zeit angepasst und kommt deutlich moderner und flotter daher als sein Vorgänger.

Selbstverständlich ist es in oCIS möglich, ein Web-Office-Paket wie Collabora Online oder OnlyOffice zu integrieren.

Auch wenn oCIS noch einige Zeit brauchen wird, bis alle Funktionen aus ownCloud® X vorhanden sind, ist das neue Release ein großer Schritt für den Nachfolger.


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