Betrieb von Software – aber bitte als Container

Infrastruktur von Simon Jung

Containerschiff
GE_4530/shutterstock.com

Container ermöglichen effizientes Deployment, Verwaltung und Skalierung von Software. Doch warum eigentlich Container und für wen ist Containerisierung interessant?

Revolution durch Container und Kubernetes

Container gibt es nicht erst seit Docker & Kubernetes. In der Vergangenheit waren Container abgeschottete Bereiche, welche von Benutzern exklusiv genutzt werden konnten oder sehr leichtgewichtige virtuelle Maschinen.

Container bringen Veränderung: Mit Containern wird sowohl der Software-Code als auch alle Abhängigkeiten in einer Einheit – dem Container – verpackt. Die Software kann innerhalb des Containers plattformunabhängig und Infrastruktur-übergreifend betrieben werden. Dadurch wird ermöglicht, dass die Prozesse einer Software in Containern isoliert und unabhängig voneinander betrieben werden können. Dies hat zur Folge, dass mehrere Instanzen der gleichen Software auf dem gleichen Basis-System betrieben werden können, ohne dass diese sich gegenseitig beeinflussen.

Außerdem wird ermöglicht, dass eine Software sehr schnell und einfach in einem definierten Zustand direkt in Betrieb genommen werden kann. Eine Installation der Software im klassischen Sinne ist nicht mehr notwendig. Lediglich eine Container-Runtime-Umgebung muss eingerichtet werden. Sobald diese vorhanden ist, kann der eigentliche Container auf Basis der Container-Definition und Konfiguration gestartet werden. Somit wird es ermöglicht, Software innerhalb kürzester Zeit in Betrieb zu nehmen.

Vorteile von Containern

Geringes Speichervolumen

Container sind sehr leichtgewichtig. In der Regel haben Container-Images eine Größe zwischen einigen MegaBytes bis hin zu wenigen 100 MegaBytes. Das Container-Image selbst muss nur einmalig auf dem Host abgelegt werden und kann daraus instanziiert werden.

Portierbarkeit

Im Zusammenspiel mit dem definierten Zustand eines Containers werden Container bedingt durch die Größe sehr leicht auf andere Systeme portierbar. Im Normalfall werden die eigentlichen Nutzdaten eines Containers ausgelagert in einen externen Daten-Speicher wie beispielsweise NFS oder S3. Dadurch wird auch ermöglicht, dass ein Container bei Bedarf einfach neu gestartet werden kann, ohne dass ein Datenverlust zu befürchten ist.

Ressourcenschonend

Bedingt durch die Leichtgewichtigkeit arbeiten Container sehr ressourcenschonend. Zusätzliche Aufwände und Unkosten z. B. für die Verwaltung eines Betriebssystems entfallen, da innerhalb des Containers direkt der Code der eigentlichen Software ausgeführt wird.

Einfaches Deployment und Migration

Das Deployment von Software wird deutlich vereinfacht, da keine Installation der Software erfolgen muss. Auch kann die Software direkt in definiertem Zustand und Konfiguration gestartet werden. Damit wird auch möglich, eine Software sehr einfach in eine andere Infrastruktur zu migrieren oder extern die Software zur Verfügung zu stellen und diese dort deterministisch zu betreiben.

Flexibilität durch Skalierung und Hochverfügbarkeit

Bedingt durch die Funktionalitäten, die in Container-Plattformen bereitgestellt werden, wird beispielsweise die Skalierung von Software oder Hochverfügbarkeit deutlich vereinfacht. Auch ist es beispielsweise möglich, Updates als Rolling-Release zu installieren, indem der alte und neue Container parallel betrieben werden und sobald der neue sich im richtigen Zustand befindet, der alte beendet wird. Somit wird es möglich, Software-Updates nahezu downtimefrei zu installieren.

Wann lohnt sich Containerisierung?

Wenn Software regelmäßig installiert, aktualisiert und skaliert bzw. instantiiert werden muss, helfen Container, dabei diesen Prozess zu automatisieren und effizienter zu machen. Statt ganze Systeme neu aufzusetzen, lassen sich Container in Sekunden starten und automatisiert verwalten. Das beschleunigt Updates und vereinfacht das Handling gerade in komplexen Umgebungen mit vielen Anwendungen enorm.

Unternehmen profitieren zusätzlich von höherer Effizienz, weil Ressourcen optimal genutzt und Kosten reduziert werden können. Bei steigender Last lassen sich neue Instanzen einfach hochfahren, bei geringem Bedarf wieder abschalten.

Durch die Integration mit Plattformen wie Kubernetes kommen weitere Vorteile hinzu: automatische Skalierung, Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit. So entsteht eine flexible, stabile und kosteneffiziente Basis für moderne IT-Betriebsmodelle und Softwareentwicklung, die sich perfekt in Automatisierungsstrategien einfügt.

Container Hosting als Managed Service im ETES Rechenzentrum

Der Betrieb von Containern ist praktisch und bringt viele genannte Vorteile mit sich. Gleichzeitig fällt dafür Mehraufwand an und viele Unternehmen verfügen (noch) nicht über das benötigte Know How. Andere Organisationen haben wiederum keine Kapazitäten in der eignen IT-Infrastruktur.

Für solche Situationen bietet wir Container-Hosting im ISO 27001-zertifizierten ETES Rechenzentrum an und unterstützen bei Setup, Betrieb, Updates und Migration auch in Verbindung mit Kubernetes. Unsere Infrastruktur ist lokal in Stuttgart gehostet. Dies gibt Ihnen wiederum mehr Kontrolle über Ihre Daten, Complianceanforderungen und Skalierungsmöglichkeiten.

Fazit

Container steigern im richtigen Use Case die Effizienz einer Organisation und schonen Ressourcen. Eine steigende Zahl an Anwendungen werden direkt im Container bereitgestellt, wodurch ein einfaches Deployment ermöglicht wird. Containerisierung lohnt insbesondere dann, wenn die betroffene Software regelmäßig installiert werden muss und dies großen manuellen Aufwand darstellt.

Egal ob Sie Ihre Container im ETES Rechenzentrum oder in Ihrer eigenen Infrastruktur betreiben – wir beraten und unterstützen Sie dabei als kompetenter und erfahrener Partner.

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